November ist (normalerweise) ein trister, verregneter Monat, der allerdings auch einlädt still zu werden und über Dinge nachzudenken, die man sonst gern beiseite schiebt. Ein Erlebnis aus meinem Leben wurde für mich im Rückblick zu einer sehr lebenswichtigen Erfahrung. Als ich 13 Jahre alt war, starb mein Opa. Eines Morgens fand ich ihn reglos am Boden liegend. Lange wurde ich mit dieser Tatsache, dieser Endgültigkeit nicht fertig. Es war für mich als würde ein Stück von mir selbst mit sterben, wuchs ich doch quasi mit ihm auf dem Hof auf. Doch auf einer darauf folgenden Sommerfreizeit hörte ich von der Notrufnummer Gottes: (zum nachlesen in der Bibel: Psalm 50,15!)
Dort heißt es: „Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen.“ Ich nahm Gott beim Wort, habe gebetet und seine Hilfe und seinen Trost erfahren. Die Ewigkeit besiegt die Endlichkeit! Auch durch meinen Konfirmationsspruch, der mir ein Jahr später an seinem 1. Todestag zugesprochen wurde: „Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott den Herrn, und verkündige all dein Tun.“ wurde mir klar, dass nur Gott mir wieder neu Ziel und Freude schenken kann und wird!
…und du sollst mich preisen! Das habe ich dann getan, indem ich Jesus mein Leben gegeben habe und von ihm und meinen Erlebnissen mit ihm weitererzähle.
Es ist aber nicht leicht, dankbar zu sein, wenn man gerade in einer ähnlichen Lebenssituation wie der obigen steckt.
Ich wünsche uns, dass wir gerade dann den Blick auf Jesus gerichtet halten, der jeden Tag mit uns einen Neuanfang wagen möchte und unser Leben auf den Kopf stellen will!
Manchmal erweist sich gerade in solch krassen Erlebnissen in unserem Leben Gottes Liebe zu uns und wir kapieren, dass da ein Freund und Vater an unserer Seite steht, der mächtiger ist, als alle Traurigkeit, Mutlosigkeit und sogar mächtiger als der Tod!
Eure Kristin Rittrich





