Was ist das: Ein Mann gibt alles was er hat, er lässt alles los und wird dadurch doch immer reicher?
Es ist ein Bauer auf dem Feld. Nur wenn er alle Samenkörner, die er in der Hand hält los lässt und in die Erde streut, können daraus neue Früchte wachsen. Wenn er zu sparsam ist beim säen, wird er auch zu wenig oder gar nichts ernten.
In den Sprüchen Salomos, im Ersten Testament der Bibel, schreibt der Autor:
„Wer großzügig gibt, wird dabei immer reicher. Wer aber sparsamer ist, als er sein sollte, wird dabei immer ärmer.“ (Sprüche 11,24)
Gut, für die Zeit damals. Doch was hat das mit uns heute zu tun? Die wenigsten kennen sich heute noch mit Garten- oder gar Feldarbeit aus. Für viele kommt das Getreide (wenn überhaupt) aus dem Supermarktregal oder es existiert nur in verarbeiteter Form. Was soll uns der Vers dann überhaupt noch sagen? Was wäre, wenn wir auch so eine Hand voll Samen hätten? Nur, dass aus unseren Samen keine Halme wachsen? Was wäre, wenn auch wir diese Samen streuen könnten oder sie eben zurückhalten?
Unsere Samen, das sind die Gaben, die wir mitbekommen haben. Finanziell, intellektuell, kreativ… Jeder Mensch hat solche Gaben mitgegeben bekommen. Die Frage ist nur, was wir daraus machen? Bist du bereit deine Gaben zu investieren, auch wenn du dabei Dinge loslassen oder auch opfern musst oder hältst du verbissen an dem fest, was du hast? Nur wenn du anfängst dich mit dem was du hast und was du kannst zu investieren, wirst du daraus auch Gewinn ziehen können. Gewinn, der oftmals auch nicht messbar ist. Wie will man auch das Lächeln in einem Kindergesicht, die Freude in einem Menschen dem man geholfen hat, den Nutzen eines erteilten Ratschlages oder ähnliches messen?
Wenn du mit deinen Gaben nicht haushaltest oder sie nicht investierst, werden sie verkümmern. Du wirst dadurch ärmer werden.
Deshalb: Gibst du schon oder verlierst du noch?





